Digi Guide

Die Mitarbeiter*innensuche gestaltet sich nicht zu ihrer Zufriedenheit? Es bewerben sich zu wenig und/oder nicht die richtigen Personen? Sie würden sich mehr Frauen oder vice versa mehr Bewerbungen von Männern für die ausgeschriebene Stelle wünschen? 

Sie vermissen Bewerber*innen, die passende Kompetenzen mitbringen? Sie erhoffen sich von neuen Mitarbeiter*innen unter anderem, dass diese ihre Digitalisierungsbestrebungen mittragen und umsetzen? Sie haben keine interne HR-Abteilung und generell wenig Zeit für das Recruiting? 

Falls Sie eine oder mehrere dieser Fragen beschäftigen, könnte der DigiGuide möglicherweise eine passende Unterstützung für Sie sein.
Denn der DigiGuide bietet Tipps und Formulierungshilfen für Ihre Personalsuche und leistet praktische Hilfestellung bei der Erarbeitung von Stellen- und Anforderungsprofilen. 

Wozu dient der DigiGuide? 

Der DigiGuide wurde speziell für Klein- und Mittelbetriebe entwickelt, die sich eine praktische Hilfestellung bei der Personalsuche wünschen, insbesondere für die Formulierung von Stellenausschreibungen und Anforderungsprofilen. 

Was ist der DigiGuide? 

Der DigiGuide unterstützt Betriebe im Recruiting. Der DigiGuide wurde im Rahmen des Forschungsprojekts DigiTyps erarbeitet und integriert u.a. dessen Forschungsergebnisse zum Thema Digitalisierung und Geschlechter- stereotypen. Er besteht aus dem DigiSkills und den DigiTips. 

DigiSkills 

Aufgrund der Digitalisierung verändern sich in (fast) allen Bereichen und Branchen die Anforderungen an die Kompetenzen der Mitarbeiter*innen.

Digistkills umfasst die durch Digitalisierung wichtiger werdenden Kompetenzen. Betriebe wählen dabei jene aus, die für die jeweilige Stelle/n wichtig sind.

DigiSkills bietet Formulierungsmöglichkeiten, die in Stellenausschreibungen verwendet werden können. Das Wording ist so, dass es Frauen wie Männer gleichermaßen anspricht. 

Steigende Anforderungen

Es steigen Anforderungen in Hinblick auf Grundlegende Kompetenzen (Basic Skills), damit die Digitalisierung von Arbeitsschritten überhaupt möglich wird, wie z.B. Schreib- und Lesekenntnisse oder auch grundlegende PC- Kenntnisse

  • Kompetenzen, um mit unterschiedlichen digitalen Anwendungen effizient umgehen zu können (IT- Skills), wie z.B. Kenntnisse in Textverarbeitungs- programmen oder Datensicherheit
  • Kompetenzen (Meta-Skills), die notwendig werden, um sich in der durch Digitalisierung veränderten Arbeitswelt zurechtzufinden, wie z.B. Entwicklungsbereitschaft oder Selbstorganisation.

Herausforderungen in der HR

Digital Skills sind natürlich nicht von allen Mitarbeiter*innen im gleichen Ausmaß gefragt.

Die Herausforderungen für Personalist*innen und Führungskräfte bestehen daher darin, den spezifischen Bedarf zu identifizieren, stellenbezogene Anforderungen zu definieren,
diese im Rahmen des Recruitings passend an neue Personen zu kommunizieren und durch interne Lernangebote gezielte Entwicklungsmaßnahmen für bestehendes Personal zu setzen.

DigiTips

Die Stellenanzeige hat dabei einen großen Stellenwert. Sie ist der erste Kontakt zwischen Betrieb und Bewerber*- innen. Diese entscheiden in sehr kurzer Zeit, ob eine Stellenanzeige für sie persönlich relevant ist, also ob die erste Ansprache gelingt oder nicht.

Lassen Sie in Ihrer Stellenanzeige Sorgfalt hinsichtlich passender Gestaltung vermissen und ziehen stattdessen immer wieder die gleichen Vorlagen mit Standard- formulierungen aus der Schublade, kann es sein, dass sich nur wenige bzw. nicht passende Personen angesprochen fühlen.

Trends am Arbeitsmarkt

Angesichts der derzeit hohen Nachfrage am Arbeitsmarkt und des Fachkräftemangels in vielen Branchen und Bereichen ist die aktive Gewinnung bzw. der Aufbau von passendem Personal ein wesentlicher Erfolgsfaktor für Unternehmen geworden. Daher setzen sich auch KMUs vermehrt mit ihrer Arbeitgebermarke auseinander und beschreiten innovative Wege zur Personalsuche.

Die Stellenanzeige hat dabei einen großen Stellenwert. Sie ist der erste Kontakt zwischen Betrieb und Bewerber*- innen. Diese entscheiden in sehr kurzer Zeit, ob eine Stellenanzeige für sie persönlich relevant ist, also ob die erste Ansprache gelingt oder nicht.

Lassen Sie in Ihrer Stellenanzeige Sorgfalt hinsichtlich passender Gestaltung vermissen und ziehen stattdessen immer wieder die gleichen Vorlagen mit Standardformulierungen aus der Schublade, kann es sein, dass sich nur wenige bzw. nicht passende Personen angesprochen fühlen.

Gestaltung von Stellenanzeigen

Ziel für Führungskräfte und Personalverantwortliche ist es also, potenziell passende Bewerber*innen mit einer Stellenanzeige so anzusprechen, dass deren Interesse geweckt wird und sich diese, im Idealfall, beim Betrieb bewerben. Eine unpassend gestaltete Anzeige kann sogar (unbewusste) Barrieren aufbauen und damit qualifizierte Bewerber*innen auch abschrecken.

Die Gretchenfrage bei der Gestaltung von Stellenanzeigen ist daher: Wie kann ich passende Bewerber*innen ansprechen und deren Interesse für den Betrieb bzw. die Stelle wecken? Und: Wie kann ich vermeiden, dass sich Bewerber*innen aufgrund einer ungenauen oder unpassenden Stellenanzeige dann trotz geeigneter Qualifikation nicht angesprochen fühlen?

Wir haben speziell für KMU Antworten und Informationen rund um die Personalsuche, Stellenanzeigen und gezielte Ansprache von Frauen zusammengestellt und in Form von 24 Tipps aufbereitet.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Personalsuche!

Dieses Kompendium wurde von bab Unternehmensberatung GmbH in Kooperation mit L&R Sozialforschung, dem IHS und dem Netzwerk österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen im Rahmen des EU- Programms „Rights, Equality and Citizenship Programme 2014-2020“ erstellt. Eine Ko-Finanzierung erfolgte durch das Amt der Niederösterreichischen Landesregierung, dem Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds, dem Frauenservice der Stadt Wien (MA57) und der Arbeiterkammer Wien.

Alle Rechte vorbehalten, Nachdruck – auch auszugsweise nur mit Quellenangabe gestattet.

Der Inhalt dieses Berichts stellt die Ansichten der Autor*innen dar und obliegt ihrer Verantwortung. Die Europäische Kommission übernimmt keine Verantwortung für die Nutzung dieser Inhalte.

Icons und Grafiken durch Verena Grösel Grafik; verena.groesel@icloud.com